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Trelleborg-Vibracoustic

In Neuenburg stehen 85 Arbeitsplätze auf der Kippe

 

Dem Trelleborg-Vibracoustic-Werk in Neuenburg droht ein massiver Jobabbau. Hintergrund: Der schwedisch-deutsche Autozulieferer will Stellen aus Südbaden nach Osteuropa verlagern.

Wie das schwedisch-deutsche Gemeinschaftsunternehmen am Donnerstag mitteilte, stehen bis zu 85 der rund 490 Arbeitsplätze auf der Kippe. Betriebsratschef Martin Held sagte, es sei schon seit Längerem über Veränderungen im Werk gesprochen worden. Dass nun ein ganzer Produktionsbereich bis Mitte 2016 nach Osteuropa verlagert werden soll, sei neu.

An Trelleborg-Vibracoustic halten der schwedische Trelleborg-Konzern und die in Weinheim beheimatete Freudenberg-Gruppe jeweils 50 Prozent. Freudenberg hatte 2012 die auf Schwingungstechnik spezialisierte Tochter Vibracoustic in das Gemeinschaftsunternehmen eingebracht, die skandinavische Industriegruppe ihre auf diesem Gebiet tätigen Bereiche. Auf diese Weise kam das in Neuenburger Vibracoustic-Werk in das Joint-Venture. Ziel war, ein Unternehmen zu schaffen, das "schwingungstechnische Lösungen für alle Automobilhersteller und alle Fahrzeugsegmente in jeder für die Automobilindustrie wichtigen Weltregion herstellen und entwickeln kann". Zudem wollte man sich bei Freudenberg ein Stück weit unabhängiger von der Entwicklung der Automobilbranche machen. Mittlerweile beschäftigt Trelleborg-Vibracoustic nach eigenen Angaben rund 10.000 Mitarbeiter und kommt auf einen Umsatz von 1,6 Milliarden Euro jährlich.

Den geplanten Stellenabbau in Neuenburg rechtfertigt die Trelleborg-Vibracoustic-Geschäftsleitung mit dem hohen Preisdruck in der europäischen Automobilindustrie. Als Antwort darauf habe das Unternehmen das Konzept "Focussed Factories" entwickelt. Es sieht vor, dass sich die Standorte auf die Herstellung einzelner Automobilteile konzentrieren. Neuenburg habe jedoch mehrere, unterschiedliche Produktionsstränge, was die Kosten unverhältnismäßig nach oben treibe. Deshalb soll die Herstellung von Motorlagern in andere Trelleborg-Vibracoustic-Standorte verlagert werden. Die Produktion von Torsionsschwingungsdämpfern, Isolatoren und Dämpfern verbleibe jedoch im Markgräflerland. Diese Teile dienen dazu, unliebsame Vibrationen im Auto zu vermeiden. Unter dem Strich erhofft sich Trelleborg-Vibracoustic eine verbesserte Wettbewerbsfähigkeit des Neuenburger Werks.

Betriebsratschef: Gremium war in Entscheidung nicht einbezogen

Betriebsratschef Martin Held sagt, dass sein Gremium in die Entscheidung für die Verlagerung nicht einbezogen gewesen sei. Vielmehr habe es lange geheißen, ein Teil der Produktion werde bis in drei oder vier Jahren aufgegeben. An der Verlagerung werde sein Gremium kaum etwas ändern können. Ziel sei es nun, den Jobabbau möglichst gering zu halten und für die Mitarbeiter, die ihren Arbeitsplatz verlieren, sozialverträgliche Lösungen auszuhandeln. Held sagte, dass voraussichtlich alle 30 Leiharbeiter, die derzeit in Neuenburg arbeiten, nicht mehr an dem Standort weiterbeschäftigt werden.
Die Gefahr, dass das Neuenburger Werk schon bald komplett geschlossen werde, sieht Held derzeit nicht. Allerdings stehe das Werk unter ständigem Druck. Die großen Autokonzerne bauten ihre Produktion in ausländischen Märkten aus, die viel Wachstum versprechen. Von ihren Zulieferern forderten die Autoriesen, ebenfalls Kapazitäten in den Wachstumsländern zu schaffen. Dagegen würden die Autoabsätze in reifen und gesättigten Märkten wie Westeuropa stagnieren. Dies helfe dem Standort Neuenburg nicht

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